Mann fast erstochen, um sein Herz zu essen – Beschuldigter ab heute vor Aschaffenburg Landgericht

ASCHAFFENBURG. Er soll mehrfach mit einem Messer auf einen Mann in Westerngrund eingestochen und ihn lebensgefährlich verletzt haben. Deshalb steht ein 39-Jähriger ab heute vor dem Aschaffenburger Landgericht. Seine Absicht: Er wollte seinem Opfer das Herz rausschneiden und essen, heißt es in der Antragsschrift.

Die Tat hätte sich im Juli 2020 ereignet. Am frühen Morgen habe der Beschuldigte bei dem Mann in Westerngrund Sturm geklingelt und sei mit einem Messer nach drinnen gestürmt. Er sagte, Menschenfresser würden ihn verfolgen und die Polizei müsse gerufen werden.

Dem wäre der Mann nachgekommen und hätte ihn aus der Wohnung begleitet. Kurz darauf schlug der die Glasfassung der Eingangstür ein, stürmte mit dem Messer auf den Mann zu – es kam zum Gerangel, bis der Beschuldigte mehrfach auf dessen Bauch einstach, um ihn zu töten, heißt es.

Der Geschädigte konnte durch eine Notoperation gerettet werden. Der Beschuldigte sei nicht in der Lage, das Unrecht der Tat einzusehen, da er an einer paranoiden Schizophrenie leide.