Lebenslange Haft für mutmaßliche Sekten-Chefin in Hanau!

HANAU. Das Urteil steht fest! Die mutmaßliche Sekten-Anführerin ist vom Hanauer Landgericht mehr als 30 Jahre nach dem Tod eines Vierjährigen wegen Mordes verurteilt worden – zu einer lebenslangen Haftstrafe.  Das Gericht sah in seinem Urteil am Donnerstag den Mordvorwurf als erwiesen an. Der Mammutprozess hat somit ein ein Ende gefunden.

Der 73-Jährigen ist vorgeworfen worden, im August 1988 einen damals 4-jährigen Jungen erstickt zu haben. Das Kind soll ihr zur Betreuung von Mitgliedern ihrer sektenartigen Gemeinschaft überlassen worden sein. Die Angeklagte soll zuvor bei ihren Anhängern den Jungen unter anderem als „vom Bösen besessen bezeichnet haben.

Sie ist wegen Mordes angeklagt gewesen – alles andere wäre nach Jahrzehnten verjährt gewesen. Die Verteidiger weisen den Mordvorwurf zurück und bezeichnen ihn als „Hetzkampagne angeblicher Sekten-Aussteiger.“ Aufgrund des enormen Interesses an dem Prozess hat die Verhandlung nicht im Landgericht, sondern im Congress Park Hanau stattgefunden.