Die Top-News am Nachmittag vom 31.07.2020

ERLENSEE/KREIS MILTENBERG/BÜRGSTADT. Nachdem am Mittwoch, den 22. Juli, eine 47 Jahre alte Frau aus Erlensee tot in ihrer Wohnung im Sandweg in Erlensee aufgefunden wurde, wendet sich die Kriminalpolizei erneut an die Öffentlichkeit und bittet die Bevölkerung bei der Suche nach dem weißen Nissan Qashqai der Verstorbenen um Mithilfe. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei, die mittlerweile in einer elfköpfigen Arbeitsgruppe das Tatgeschehen aufarbeitet, fuhr eine unbekannte Person am Dienstagmorgen (21. Juli) zwischen 7 und 8 Uhr mit dem weißen Nissan Qashqai, an dem die amtlichen Kennzeichen MKK-Q 9090 angebracht waren, vom Grundstück im Sandweg davon. Auf der Heckscheibe des Wagens befindet sich ein Aufkleber eines Pferdes mit Reiter. Unter diesem steht der Schriftzug „PURA RAZA ESPAÑOLA“. Die 47-Jährige wurde letztmalig lebend in den Abendstunden des 20. Juli an ihrer Arbeitsstätte in Kelkheim (Taunus) gesehen. Offenbar fuhr sie von dort zu ihrer Wohnanschrift im Sandweg in Erlensee. Ihr Leichnam wurde am Mittwoch, den 22. Juli, gegen 17.30 Uhr aufgefunden. Ersten Ergebnissen der gerichtsmedizinischen Untersuchungen zufolge kam die Frau durch mehrere Stichverletzungen zu Tode, die ihr offenbar mit einem Messer zugefügt wurden. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen fragen die Staatsanwaltschaft Hanau und die Kriminalpolizei: Wer kann Hinweise zum Standort oder Verbleib des weißen Nissan Qashqai mit dem auffälligen Aufkleber auf der Heckscheibe machen? Wer hat die 47-Jährige in Ihrem Wagen am Montagabend (20. Juli) im Bereich Kelkheim oder auf ihrer Fahrtstrecke nach Erlensee gesehen? Wer kann Hinweise zu der unbekannten Person geben, die das Grundstück im Wagen der Verstorbenen am Dienstagmorgen (21. Juli, zwischen 7 und 8 Uhr) verlassen hat? Die Kriminalpolizei bittet Hinweisgeber, sich unter der Rufnummer 06181 100-123 zu melden. Des Weiteren werden Hinweise zu möglichen Kontaktpersonen der Verstorbenen ebenfalls unter der Kripo-Hotline entgegengenommen.

Im Zeitraum von Oktober 2019 bis Anfang des Jahres 2020 ereigneten sich in Breuberg und Höchst aber auch im angrenzenden Unterfranken zahlreiche Diebstähle aus geparkten und oftmals unverschlossenen Fahrzeugen (wir haben berichtet). Teils wurden jedoch auch Scheiben eingeschlagen, um sich Zugang in die Innenräume der Autos zu verschaffen. Aus den Fahrzeugen wurden neben dort abgelegten Wertsachen auch Bankkarten entwendet. Mit drei Karten wurde erfolglos versucht, in einem Bankinstitut in Mömlingen Geld abzuheben. In einem weiteren Fall wurde eine zuvor aus einem Fahrzeug gestohlene Bankkarte dazu verwendet, um in einem Lebensmittelmarkt in Großostheim einzukaufen. Im Rahmen von intensiven Ermittlungen des Kommissariats 21/22 der Erbacher Kriminalpolizei, das hierbei von Beamten der Polizeiinspektion Obernburg am Main tatkräftig unterstützt wurde, erhärtete sich ein Tatverdacht gegen einen 42 Jahre alten Mann aus dem Kreis Miltenberg, dem Polizei und Staatsanwaltschaft nach derzeitigem Ermittlungsstand über 40 Straftaten zur Last legen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt erließ das Amtsgericht Darmstadt daraufhin einen Beschluss zur Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen. Hierbei konnten die Ermittler am Dienstag (28.07.) umfangreiches Beweismaterial sicherstellen. Zudem fanden die Polizisten auch Beute aus gleichgelagerten Taten im Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie eine geringe Menge Amphetamin und nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände. Der 42-Jährige wurde vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Ihn erwartet nun unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Diebstahls.

Am Donnerstag wurde ein Tatverdächtiger auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt, dem vorgeworfen wird, ein Auto vorsätzlich in Brand gesteckt zu haben. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl. Der Mann wurde einer Justizvollzugsanstalt überstellt. Wie die Polizei Miltenberg bereits berichtete, musste am vergangenen Freitag die Feuerwehr Bürgstadt zu einem Fahrzeugbrand in der Gartenstraße ausrücken. Der Brand wurde schnell unter Kontrolle gebracht und das Feuer gelöscht. Personen kamen nicht zu Schaden, der VW Golf brannte komplett aus. Brandfahnder der Kriminalpolizei Aschaffenburg übernahmen die Ermittlungen. Im Zuge der Untersuchungen konnte ein technischer Defekt ausgeschlossen und eine Brandlegung als ursächlich festgestellt werden. Der Aschaffenburger Kripo gelang es wenige Tage später einen Tatverdächtigen zu identifizieren. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde der Mann am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaftbefehl wegen vorsätzlicher Brandstiftung erließ. Der 44-jährige Bürgstädter, der inzwischen ein umfangreiches Geständnis ablegte, wurde einer Justizvollzugsanstalt überstellt.

(Quelle: Polizei)