Die Top-News am Nachmittag vom 30.10.2020

MAIN-KINZIG-KREIS/HANAU. Der Verwaltungsstab des Main-Kinzig-Kreises steht in regelmäßigem Austausch mit dem Staatlichen Schulamt, um mögliche strategische Maßnahmen gegen das Coronavirus abzustimmen. Außerdem gab es im Laufe der Woche ein wiederholtes Treffen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Schulleitungen. Aufgrund des großen Infektionsgeschehens und der hohen 7-Tages-Inzidenzen wurde jetzt gemeinsam entschieden, die Stufe 2 „Eingeschränkter Regelbetrieb“ für die Schulen auf dem Gebiet des Main-Kinzig-Kreises auszulösen. Die damit verbundenen Regelungen ergeben sich aus dem Hygieneplan des Hessischen Kultusministeriums, das am Freitag ähnliche Vorgaben an die Schulen übermittelt hat. Seit dem Ende der Herbstferien waren schon 20 Schulen im Main-Kinzig-Kreis mit mindestens einem Corona-Fall betroffen. Insgesamt wurde seit dem 19. Oktober bei 38 Schülerinnen und Schülern eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Nach Angabe des Gesundheitsamtes, konnte bisher allerdings keine Übertragung innerhalb einer Schule beobachtet werden. Wie Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären, steigt angesichts der momentan sehr hohen Dynamik des Infektionsgeschehens das Risiko aber auch an den Schulen. Vor diesem Hintergrund wurde bereits am Montag (26.10.) mit dem Staatlichen Schulamt vereinbart, die präventiven Maßnahmen zu verstärken. Dieser Plan wurde dann konkretisiert, inhaltlich sorgfältig abgestimmt und für eine rechtssichere Anordnung aufbereitet. Sie gilt bis zum 11. November.

Die Diskussion um die Corona-Maßnahmen zieht vor allem in den sozialen Medien immer weitere Kreise! Auf Facebook wurde jetzt dazu aufgerufen, das Haus von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky mit Eiern zu bewerfen. „Manche Beschimpfungen nehme ich hin. Wenn ich bedroht werde – und damit auch meine Familie – ist die Linie eindeutig überschritten, so Kaminsky. Er werde den Fall daher konsequent zur Anzeige bringen. Kaminsky hat die aktuellen Corona-Maßnahmen zuletzt immer wieder verteidigt und musste dafür übelste Beschimpfungen einstecken.