Die Top-News am Nachmittag vom 30.03.2020

ASCHAFFENBURG/HANAU/MILTENBERG. Mit 66,61 Prozent der abgegebenen Wahlstimmen wurde Jürgen Herzing (SPD) zum neuen Aschaffenburger Oberbürgermeister gewählt. Auf seine Mitbewerberin Jessica Euler (CSU) kamen 33,39 Prozent. 28.664 gültige Stimmen waren abgegeben worden, davon entfielen 19.079 auf Jürgen Herzing und 9.565 auf Jessica Euler. Herzing zeigte sich mit dem Wahlergebnis zufrieden. „Ich freue mich, dass mir die Aschaffenburger Bürgerinnen und Bürger nach sechs Jahren im Amt des 3. Bürgermeisters so viel Vertrauen schenken.“, sagte der Sieger. Er dankte dem scheidenden Oberbürgermeister Klaus Herzog für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen 20 Jahren. „Klaus Herzog hat viel für die Stadt Aschaffenburg getan“, sagte er am Montagnachmittag. „Diesen Weg will ich weitergehen, wo nötig und neue Schwerpunkte setzen, wo es verlangt wird.“ Jessica Euler, seit 2014 2. Bürgermeisterin der Stadt Aschaffenburg dankte den Wählerinnen und Wählern und bedankte sich gleichzeitig bei dem zukünftigen Oberbürgermeister Herzing für den fairen Wahlkampf. „Ich weiß, dass ich als CSU-Kandidatin nicht aus der Pole-Position gestartet bin. Gleichwohl werde ich mit voller Kraft die Stadt Aschaffenburg in schwieriger Zeit mitgestalten.“ Beide dankten allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für die große Wahlbeteiligung mit über 50 Prozent. „Angesichts des Zeitdrucks, unter dem diese Wahl stand und der Unsicherheit wegen der Corona-Pandemie ist es erfreulich, dass doch noch so viele ihre demokratischen Rechte wahrgenommen haben“, sagte Jürgen Herzing. „Ich danke allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die ihr Votum abgegeben haben. Ich danke aber auch allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern und ganz besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stadtverwaltung, die für die fristgerechte Durchführung dieser Briefwahl ganz besondere Anstrengungen geleistet haben.

Laut Medienberichten stuft das Bundeskriminalamt den Anschlag vom 19. Februar in Hanau nicht als rechtsextreme Tat ein. Demnach habe der Täter Tobias R. seine Opfer so ausgewählt, dass er möglichst viel Aufmerksamkeit für seine kruden Verschwörungstheorien bekomme. Dementsprechend sei Rasismus nicht das Hauptmotiv für die Tat gewesen. Außerdem habe Tobias R. keine typische rechte Radikalisierung durchlaufen. Bei seinem Anschlag hatte der 43-jährige am Abend des 19. Februar neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen.

Die Stadt Aschaffenburg startet heute mit einer Corona-Teststation. Das Testzentrum wurde vom BRK, der Feuerwehr und dem städtischen Tiefbauamt gemeinsam eingerichtet. Die Teststation ist ausschließlich für Personen gedacht, die von der KV oder dem Gesundheitsamt eine Aufforderung und einen Termin zum Test bekommen haben. Zur Abstrichentnahme muss das Auto nicht verlassen werden. Lediglich das Fenster wird geöffnet. Das Testergebnis gibt es dann nach wenigen Tagen. Eine ähnliche Teststation gibt es seit heute außerdem an der HELIOS Klinik in Miltenberg.