Die Top-News am Nachmittag vom 28.01.2021

HANAU/OFFENBACH/MILTENBERG. Das Polizeipräsidium in Offenbach ist aktuell mit schweren Vorwürfen konfrontiert: Sie betreffen den Anschlag in Hanau vom 19. Februar. 2020. Mehrere Medien berichten, dass der Polizeinotruf des Präsidiums Südosthessen nicht ausreichend besetzt gewesen sei. Zeugen hätten erklärt, dass sie mit ihrem Notruf nicht durchgekommen seien. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter Fiedler sagte dem Magazin „Monitor“, es sei nicht unwahrscheinlich, dass man mit mehr Kenntnis von Zeugen auch Gelegenheit gehabt hätte, nachfolgende Taten noch zu verhindern. Das zuständige Polizeipräsidium hat sich wie folgt zu den Vorwürfen geäußert: „Betreffend des Komplexes der vermeintlichen Nichterreichbarkeit des polizeilichen Notrufs am 19.02.2020 hat die Staatsanwaltschaft Hanau einen Prüfvorgang eingeleitet. Nach dem Bezug des Neubaus des Präsidialgebäudes im Sommer 2021 ist eine sukzessive Zentralisierung des Notrufs im Polizeipräsidium Südosthessen vorgesehen. Hiermit wird eine Erhöhung der Notrufkapazitäten und der technischen Leistungsfähigkeit verbunden sein. Um für ein sehr hohes Aufkommen von Notrufen erhöhte Ressourcen zu schaffen, ist die Umsetzung eines Überleitungskonzepts geplant. Bei entsprechender Auslastung soll dann eine Umleitung der Notrufe zur Leitstelle des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main erfolgen. Gleichsam wird das Polizeipräsidium Südosthessen als Überlaufleistelle für dortige Engpässe fungieren.

Die Polizei hat zusammen mit der Stadtpolizei Offenbach am Main nach einem anonymen Hinweis, ein illegales Glücksspiel in einem Hinterhaus in der Sprendlinger Landstraße in den 200er Hausnummern beendet und dazu zahlreiche Corona-Verstöße geahndet. Gegen 21.30 Uhr konnten die eingesetzten Kräfte bereits beim Eintreffen am Objekt von draußen, laute Gespräche von mehreren Personen vernehmen. Die Fenster des Objekts waren mit einer Folie verdeckt, so dass von außen niemand ins Innere sehen konnte. Die circa 60 Quadratmeter große Lokalität bestand aus zwei Schankräumen und einem Hinterraum, der als Getränke- und Lebensmittellager genutzt wurde. Im Gastraum waren 16 Personen anwesend, die in Gruppen verteilt an drei Pokertischen saßen. Es wurden Kalt- und Heißgetränke zu sich genommen und man spielte offensichtlich Poker. Keine der anwesenden Personen trug einen Mund-Nasen-Schutz. Zwei Männer waren erst kürzlich aus Corona-Hochrisikogebieten eingereist und das ohne einen negativen Corona-Test vorzuweisen zu können und ohne sich für die entsprechende Zeit in Quarantäne zu begeben. Neben den Corona-Verstößen wurde ein Springmesser sichergestellt. Alle Personen wurden der Lokalität verwiesen. Gegen die Anwesenden wird nun wegen Verdachts des illegalen Glückspiels und wegen Verdachts des Verstoßes gegen die aktuell geltenden Corona-Bestimmungen ermittelt. Alle Personen müssen nun mit einem Straf- und Bußgeldverfahren einhergehend mit empfindlichen Geldstrafen von insgesamt mehreren Tausend Euro rechnen. Der Gastraum wurde verschlossen und der Schlüssel sichergestellt. (Quelle: Polizei)

Die Stadt Miltenberg will die bisher geringe Home Office-Quote ihrer Mitarbeiter verbessern! Der Stadtrat hat dafür nun mehrheitlich Gelder beschlossen. Für bis zu einer Obergrenze von 150.000 Euro kann das Verwaltungspersonal nun für die Heimarbeit ausgestattet werden. Außerdem diskutierten die Stadträte ausführlich über den Drive-in Schalter zur FFP2-Maskenausgabe. Die FFP2-Maskenausgabe stieß auf eine äußerst positive Rückmeldung in der Bevölkerung. Das konnte Bürgermeister Kahlert gestern auf der Stadtratssitzung zum Drive-in Schalter bilanzieren. Es hatte im Vorfeld auch negative Stimmen gegeben, die Stadt hätte sich damit wirtschaftlich bereichert. Nun hätten die allermeisten aber die Notwendigkeit zu den Masken und der Aktion verstanden, so Miltenbergs Bürgermeister.