Die Top-News am Nachmittag vom 26.05.2020

WEIBERSBRUNN/MAIN-KINZIG-KREIS/DIETZENBACH. Eine ungewöhnliche Entdeckung machten Beamte der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach bei der Kontrolle eines Citroens an der Tank- und Rastanlage Spessart Süd am Freitagvormittag. Sowohl der Fahrer, wie auch der Beifahrer hatten sich Heroinplomben für den Transport in den Körper eingeführt. Der Ermittlungsrichter erließ gegen den 45-jährigen Fahrer, wie auch den vier Jahre jüngeren Beifahrer einen Haftbefehl. Anfänglich sah alles nach einer gewöhnlichen Kontrolle auf dem Parkplatz der Tank- und Rastanlage Spessart Süd an der A 3 aus. Doch im Laufe der Kontrolle ergaben sich für die Beamten der Verkehrspolizei in Zusammenarbeit mit den Autobahnfahndern immer mehr Anhaltspunkte für ein sogenanntes Bodypacking. Dabei werden Betäubungsmittel meist in Kondomen verpackt oral oder rektal in den Körper eingeführt, um bei möglichen Polizeikontrollen unentdeckt zu bleiben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurden der 45-jährige Fahrer aus Königsbrunn und der 41-jährige Beifahrer aus Donauwörth einer medizinischen Untersuchung unterzogen, bei der gut 100 Gramm Heroin und acht Gramm Kokain sichergestellt werden konnten. Bei der weiteren Überprüfung des Fahrers kam heraus, dass er während der Fahrt wohl unter Drogeneinfluss stand und über keine gültige Fahrerlaubnis verfügt. Die Kripo Aschaffenburg führte den 41-Jährigen am Samstag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vor. Dieser folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ gegen die Männer jeweils einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Eine Vorführung des drei Jahre älteren Beschuldigten war nicht möglich, da er sich aufgrund der Gesundheitsgefährdung durch das lebensgefährliche Bodypacking auf der Intensivstation eines Krankenhauses befand. Nach der Vorführung kam der 41-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt. Sobald sein Begleiter haftfähig ist, kommt er ebenfalls in eine Haftanstalt. (Quelle: Polizei)

Mit den seit Mittwoch, 20. Mai, vorliegenden Informationen über die Veranstaltung in Frankfurt hat das Gesundheitsamt alle Fälle mit Blick auf den möglichen Ursprung noch einmal zusammengefasst. Inklusive der anschließenden Übertragungen innerhalb der betroffenen Familien sind in Hanau bisher 41 Infektionen auf den Gottesdienst am 10. Mai zurückzuführen. Die Fälle waren in den vergangenen Tagen bereits veröffentlicht worden. Aktuell wurden heute zudem noch sechs bestätigte Fälle aus Maintal gemeldet, die ebenfalls auf den Gottesdienst zurückzuführen sind. Weitere Testungen wurden veranlasst, so dass diese Zahlen noch ansteigen können. (Quelle: PM MKK)

Einige Stunden waren am Montag mehr als 20 Polizeibeamte damit beschäftigt, aus einem Hochhaus im Marktheidenfelder Weg Fahrräder, Baustellengeräte, Werkzeuge, einen Außenbordmotor und andere „interessante Dinge“ sicherzustellen und diese mit zwei Lastwagen (7,5-Tonner) der Bereitschaftspolizei abzutransportieren. Die Polizei in Dietzenbach war am Vormittag von der Hausverwaltung informiert worden, dass von Unbekannten an einigen Kellertüren des Mehrfamilienhauses Schlösser ausgetauscht wurden und in den Räumen unzählige Fahrräder sowie andere Gegenstände gelagert sind. Insgesamt waren es dann vier LKW-Ladungen, die die Beamten in den Kellern entdeckten. Polizeihauptkommissar Andreas Bamberg, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei in Dietzenbach berichtete: „Ein großer Teil der Gegenstände sei durchaus auch Schrott gewesen, es waren aber auch hochwertige E-Bikes dabei.“ Die Regionale Ermittlungsgruppe West, Sachgebiet vier, die auf Fahrraddiebstähle spezialisiert ist, wird nun ihre Arbeit aufnehmen. Wenn alle sichergestellten Gegenstände katalogisiert sind, werden die Fahrgestell- und Gerätenummern überprüft, inwieweit sie möglicherweise aus Diebstählen der letzten Wochen und Monate stammen könnten. Ermittelt werden muss ebenfalls, wer die Sachen in die Keller verbracht hat, da die Räumlichkeiten keinem Hausbewohner zugeordnet sind. Hinweise auf tatverdächtige Personen nimmt die Regionale Ermittlungsgruppe unter den Rufnummern 06103 5066-21 oder -22. (Quelle: Polizei)