Die Top-News am Nachmittag vom 23.10.2020

HANAU/STOCKSTADT/KLINGENBERG. Bei einer tätlichen Auseinandersetzung ist am Donnerstagabend, gegen 22.30 Uhr, auf dem Hanauer Freiheitsplatz ein 43 Jahre alter Wohnsitzloser schwer verletzt worden. Die Polizei nahm wenig später noch am Tatort einen 50 Jahre alten Mann unter dringendem Tatverdacht fest. Dieser wird ebenfalls dem Obdachlosenmilieu zugerechnet und hat keinen festen Wohnsitz. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen schlief der 43-Jährige auf einer Ruhebank als er durch Tritte und Schläge attackiert wurde. Er wurde mit Kopfverletzungen umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert und behandelt. Nach erstem Anschein dürften die erlittenen Verletzungen trotz der massiven Tatbegehung zum Glück nicht lebensbedrohlich gewesen. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die Kriminalpolizei gehen aufgrund des bisher bekannten Tathergangs von einem versuchten Tötungsdelikt aus, sodass die Staatsanwaltschaft Hanau den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls gegen den Beschuldigten beantragte. Der Haftbefehl wurde durch die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Hanau antragsgemäß erlassen und der 50-Jährige Beschuldigte wurde umgehend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Über 100 Millionen Euro soll der Ausbau der B469 bei Stockstadt kosten. Laut Staatlichem Bauamt Aschaffenburg soll der Ausbau  die Verkehrssicherheit verbessern – doch jetzt hagelt es Kritik: Laut den Verantwortlichen des BUND Naturschutz würde die Klimakrise ignoriert und der Ausbau des ÖPNVs erschwert werden. Steffen Jodl, BN-Regionalreferent für Unterfranken kritisiert, dass laut Plan rund 14 Hektar Waldbestände zerstört werden. Der Bund fordert den Stopp der Ausbauplanung und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h auf der gesamten Strecke. Aktuell befindet sich das Projekt in der Planung.Einwendungen können noch bis zum 27.11. bei der Regierung Unterfranken oder Großostheim und Stockstadt eingereicht werden.

Ein Mann aus Klingenberg hat die Kinder einer befreundeten Familie sexuell missbraucht. Dafür ist er jetzt vom Landgericht Aschaffenburg zu insgesamt 3 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der 31-Jährige hätte sich umfassend geständig gezeigt und den Opfern dadurch eine Aussage vor Gericht erspart. Die Geschwister waren zum Tatzeitpunkt im Jahr 2014 erst 10 und 13 Jahre alt. Das Mädchen leidet noch heute unter den Taten, wodurch das Urteil – laut Gericht – auch härter ausgefallen ist.