Die Top-News am Nachmittag vom 19.11.2019

OFFENBACH/MILTENBERG/HESSEN. Der Bundeswehrsoldat Franco A. muss nun doch wegen Terrorverdachts vor Gericht. Das Oberlandesgericht Frankfurt teilte mit, der Bundesgerichtshof habe eine entsprechende Anklage zugelassen. Franco A. wird vorgeworfen, einen rechtsextremen Anschlag geplant zu haben. Zur Tarnung ließ er sich als Asylsuchender aus Syrien registrieren.

Keine neuen Hinweise auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Das Bistum Würzburg hat heute die Ergebnisse der Aktenanalyse ehemaliger katholischer Buben-Internate vorgestellt. Darunter auch Miltenberg. Es wurden keine neuen Hinweise auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen gefunden. Allerdings fand die Untersuchung Hinweise auf körperlicher Gewalt gegen Schüler, um sie zu züchtigen

Am ersten Tag des unbefristeten Streiks in der privaten Busbranche Hessen haben sich rund 3.100 Busfahrerinnen und Busfahrer beteiligt. ver.di Streikleiter Jochen Koppel zieht eine positive Bilanz: „Fast alle, die wir aufgerufen haben, waren heute auf der Straße vor ihren Betriebshöfen. Die Busse standen weitgehend still, die Stimmung unter den Fahrern ist entschlossen. Sie wollen ein verhandelbares Angebot von den Arbeitgebern.“ Der Streiktag verlief bis auf einige kleinere Vorfälle wie geplant. So waren beispielsweise in Schlüchtern, Bad Hersfeld und Hanau Streikbrecher unterwegs. Der Hanauer Betriebsleiter hat eine Geldprämie für Fahrer ausgelobt, die trotz des Streiks 5 Tage lang fahren. Andernorts versuchten Unternehmen den Streik zu sabotieren, indem sie Tage im voraus Busse außerhalb des Betriebshofes versteckt parkten, die dann heute in Betrieb gesetzt werden konnten. Der Streik wird morgen im gleichen Umfang fortgesetzt. ver.di fordert die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde. Der Urlaub soll auf 30 Tage innerhalb der geforderten 5-Tage-Woche erhöht werden (derzeit sind es 25 Tage). ver.di-Mitglieder sollen zwei zusätzliche Urlaubstage erhalten. Außerdem fordert ver.di, fahrplanbedingte Pausen/Wendezeiten komplett zu vergüten. Der Landesverband hessischer Omnibusunternehmer hatte zuletzt eine Erhöhung in vier Schritten auf 15,60 Euro in vier Jahren als nachgebessertes Angebot vorgelegt. Über Arbeitsbedingungen wollte der Arbeitgeberverband gar nicht sprechen. Am vergangenen Donnerstag hatte die Tarifkommission die Verhandlungen für gescheitert erklärt.