Die Top-News am Nachmittag vom 18.06.2020

GELNHAUSEN/KIRCHZELL/ASCHAFFENBURG. Wegen eines Streits ist eine Geburtstagsparty in Gelnhausen komplett eskaliert. Heute ist deshalb ein Mann wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Hanau zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 8 Monaten verurteilt werden. Der 25-Jährige ist laut Anklage mit einem Klappmesser auf den Gastgeber losgegangen. Zuvor soll der 53-Jährige versucht mit dem alkoholisierten Gast vor der Tür zu sprechen. Laut Staatsanwaltschaft ist dieser dann alleine zurückgekehrt, zusammengebrochen und hat stark aus der Brust geblutet.

Ein schwerer Motorradunfall hat am Abend des 29. Mai 2020 das Leben eines 24-Jährigen gefordert. Umfangreiche Ermittlungen ergaben nun, dass sich der Unfall offenbar im Rahmen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens zugetragen hat. In diesem Zusammenhang vollzog die Polizei am Mittwoch vier auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg erlassene Durchsuchungsbeschlüsse. Wie bereits vom Polizeipräsidium Unterfranken berichtet, war am Abend des 29. Mai 2020 eine Gruppe von fünf jungen Männern mit ihren Motorrädern im Bereich Kirchzell auf der bekannten Motorradstrecke zwischen Preunschen und Mudau unterwegs. Zwei der Männer kollidierten in einer Kurve und stürzten mit ihren Maschinen. Ein 24-Jähriger verstarb noch an der Unfallstelle. Sein fünf Jahre jüngerer Bekannter kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik. Die Unfallaufnahme erfolgte unter Einbindung eines Sachverständigen durch die Polizeiinspektion Miltenberg, die seither mit den Ermittlungen hinsichtlich des exakten Unfallhergangs betraut ist. Dabei erhärtete sich nach und nach der Verdacht, dass sich der Unfall im Rahmen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens zugetragen hat. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gehörten die beiden Unfallbeteiligten einer fünfköpfigen Gruppe an, die sich des Öfteren zu Motorradrennen auf unterschiedlichen Strecken verabredet hatte. Von den Rennen wurden mittels Handy und Helmkameras Bilder und Videos gefertigt.  Entsprechende Aufnahmen stellte die Polizei als Beweismittel sicher. Ein derartiges, illegales Kraftfahrzeugrennen fand nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen offenbar auch am Unfalltag auf der Kreisstraße MIL 42 bei Kirchzell statt. Zwei 19-Jährige sollen die Strecke mit Geschwindigkeiten von teils über 170 Stundenkilometern in wechselnder Fahrtrichtung befahren haben. Ein Rennteilnehmer, der selbst mit seiner Helmkamera filmte, geriet offenbar nach einem Überhohlmanöver in den Gegenverkehr. Dort kam es dem Sachstand nach zur Kollision mit dem entgegenkommenden 24-Jährigen, die auf tragische Weise tödlich endete. Obwohl sich alle Unfallbeteiligten kannten, ist nach derzeitigem Ermittlungsstand davon auszugehen, dass der Verstorbene an dem Rennen der beiden 19-Jährigen nicht beteiligt gewesen war. Zwei weitere 18 und 19 Jahre alten Heranwachsenden sollen vom Streckenrand aus Bildaufnahmen von dem tödlich endenden Motoradrennen gefertigt haben. In Zusammenhang mit dem tödlichen Verkehrsunfall und weiteren gefährlichen Fahrmanövern, die in der Vergangenheit stattgefunden hatten, ermittelt die Polizeiinspektion Miltenberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg nun gegen insgesamt vier junge Männer aus dem Landkreis Miltenberg wegen der Beteiligung an verbotenen Kraftfahrzeugrennen. Für die Wohnungen der Beschuldigten erwirkte die Staatsanwaltschaft richterliche Durchsuchungsbeschlüsse, die im Laufe des Mittwochs vollzogen wurden. Dabei stellten die eigesetzten Polizeibeamten Beweismaterial in Form von Speichermedien sicher. Darüber hinaus wurden die Motorräder und Führerscheine der beiden 19-Jährigen beschlagnahmt, die an dem tödlich endenden Rennen am Unfalltag beteiligt gewesen sein sollen. Die unterfränkische Polizei wird die Teilnahme an verbotenen Kraftfahrzeugrennen auch in Zukunft konsequent verfolgen und weist darauf hin, dass bei derartigen Straftaten hohe Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren drohen. (Quelle: Polizei)

Die Fieberambulanz der Stadt Aschaffenburg hat ihren Betrieb eingestellt. Damit wird auf das Ende des Katastrophenfalls in Bayern reagiert. Die Ambulanz wurde Ende April für COVID 19-Patienten- und Verdachtsfälle eingerichtet. 820 Patienten wurden bis gestern vor Ort behandelt – 19 Personen wurden positiv auf das Corona-Virus getestet. Der letzte positive Test in der Ambulanz war am 22. Mai.