Die Top-News am Nachmittag vom 15.10.2020

BAYER. UNTERMAIN/ERLENSEE. Das bayerische Kabinett hat die Corona-Maßnahmen im Freistaat im Vergleich zu den Beschlüssen gestern verschärft. Die Maskenpflicht in Bayern wird regional deutlich ausgeweitet, und zwar schon bei mehr als 35 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Nach einem Kabinettsbeschluss vom Donnerstag müssen in diesen Regionen dann überall dort Masken getragen werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen – etwa in Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, in allen öffentlichen Gebäuden, aber auch auf Begegnungs- und Verkehrsflächen wie etwa in Fahrstühlen und in Eingangsbereichen von Hochhäusern. In bayerischen Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten künftig strikte Beschränkungen für private Kontakte. Schon bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen dürfen sich nur noch zwei Hausstände oder maximal zehn Personen treffen. Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 dürfen sich nur noch zwei Hausstände oder maximal fünf Personen treffen. Das hat das Kabinett am Donnerstag beschlossen. In bayerischen Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten künftig strikte Sperrstunden in der Gastronomie. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen müssen Gaststätten um 23.00 Uhr schließen, zudem darf dann an Tankstellen kein Alkohol mehr verkauft werden, und es gilt dann ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 gelten die Sperrstunde und die beiden anderen Verbote schon ab 22.00 Uhr. Das hat das Kabinett am Donnerstag beschlossen.

Zu einem kompletten Glasfasernetzausfall der Breitband Main-Kinzig ist es am Mittwochnachmittag bei Bauarbeiten im Bereich Erlensee-Langendiebach gekommen. Noch ist unklar, wann der Schaden wieder behoben sein wird. Betroffen sind nach ersten Erkenntnissen unter anderem auch das Rathaus und drei Schulen. Bei Bauarbeiten eines anderen Unternehmens wurde die Breitband-Trasse in viereinhalb Metern Tiefe beschädigt. Das Unternehmen hatte den Trassenverlauf nicht bei der Breitband Main-Kinzig abgefragt. Verursacht wurde der Schaden an mehreren Glasfaserleitungen dadurch, dass sogenannte Filterstäbchen, die zum Ablaufen des Grundwassers verwendet werden, an der falschen Stelle in den Boden gerammt wurden. Eine Reparatur der Trasse ist nicht möglich, da eine der Spundwände innerhalb des Straßenverlaufs ausgetauscht werden müsste. Da diese Wände aufeinander aufbauen, kann eine einzelne dieser Spundwände nicht herausgenommen werden, ohne dass Gefahr besteht, die gesamte Straße ebenfalls zu beschädigen. Wie die kreiseigene Breitband Main-Kinzig mitteilt, kann das Problem nur dadurch gelöst werden, dass eine komplett neue Trasse gelegt wird und neue Glasfasern eingezogen werden. Die Breitband Main-Kinzig steht in engem Austausch mit der Stadt Erlensee und einem Tiefbauunternehmen. Ziel ist es, das Glasfasernetz schnellstmöglich zu reparieren.