Die Top-News am Nachmittag vom 08.01.2021

ASCHAFFENBURG/KREIS MILTENBERG/OFFENBACH. Der Freispruch im Aschaffenburger Cold Case Fall Christiane J. ist rechtskräftig – das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Im April 2020 hatte das Landgericht Aschaffenburg den 57-jährigen Angeklagten vom Vorwurf des Mordes freigesprochen. Es konnte nicht bewiesen werden, dass er im Jahr 1979 die damals 15-Jährige im Aschaffenburger Schlosspark umgebracht hat. Die Nebenkläger – Bruder und Schwester von Christiane J. hatten gegen das Urteil Revision eingelegt.

Seit heute liegt der 7-Tage-Inzidenzwert des Landkreises Miltenberg bei 204 – also über der vom Bund festgelegten 200er Grenze! Die Bunderegierung verkündete für solche Landkreise eine 15km Ausgangssperre, die ab Montag in Kraft treten soll. Landrat Jens Marco Scherf sagte uns dazu: „Es geht nicht darum, wenn jemand zur Arbeit fahren muss oder aus familiären Gründen ein Familienmitglied besuchen muss. Es geht wirklich nur um das Tagestouristische Reisen. Allerdings hat es in den letzten zwei Tagen eine politische Diskussion in Bayern mit viel Kritik an dieser Regelung gegeben (…). Wir müssen jetzt mal abwarten. Heute debattiert der Bayerische Landtag darüber was dann letztendlich in der Verordnung Niederschlag findet.“

Die Intensivstationen in den Offenbacher Krankenhäusern sind an ihren Belastungsgrenzen – Patienten, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, werden daher in andere Städte bis nach Fulda und Würzburg verlegt. Wie uns das Sana Klinikum mitteilte, ist die Lage äußerst kritisch. Die Intensivstation ist voll und neue Patienten finden keinen Platz! Egal wo – egal wann, da wo ein Bett frei ist, dorthin muss verlegt werden – und auch dann, wenn die Patienten in einem kritischen, gesundheitlichen Zustand sind. Dabei ist die Entfernung des freien Klinikums egal – Hauptsache der Patient kann versorgt werden. Parallel dazu stößt die Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre der Stadt Offenbach auf Unverständnis im Klinikum. Man müsse soviele Kontakte beschränken wie möglich, denn bereits jetzt sei das Gesundheitssystem überlastet.