Die Top-News am Nachmittag vom 06.11.2020

HESSEN/HASSELROTH/WALDASCHAFF/WEIBERSBRUNN. Das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung hat die bestehenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus im Bereich Sport und Kunst- und Musikschulen verändert. Demnach ist es künftig für Amateur- und Freizeitsportler möglich, alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands auf und in allen Sportanlagen Sport zu treiben. Gleichzeitig können die Musik- und Kunstschulen wieder geöffnet werden. Hessen hatte in beiden Bereichen den Beschluss der Ministerpräsidenten konsequent umgesetzt. Sowohl im Sport als auch bei den Musik- und Kunstschulen will die Landesregierung allerdings im Gleichklang mit den anderen Bundesländern bleiben und hat deshalb die entsprechenden Regeln angepasst. „Die Hessinnen und Hessen sollen trotz Pandemie die Möglichkeit haben, sich fit zu halten und auch gemeinsam sportlich aktiv zu sein. Wir haben uns dazu auch noch einmal intensiv mit dem Landessportbund beraten“, erklärte Innen- und Sportminister Peter Beuth. Der gemeinsame Beschluss lehnt sich an die Regelungen in anderen Bundesländern an.  Er sieht vor, dass die bislang – nach der aktuellen Regelung – geschlossenen Sportanlagen wieder öffnen können und von Sporttreibenden alleine, zu zweit oder mit dem gemeinsamen Haushalt genutzt werden dürfen. Auch Sport als Individualsport im öffentlichen Raum wie etwa Joggen, Radfahren oder Wandern wie auch Reiten, Rudern oder Segeln sei weiterhin unter Beachtung der geltenden Begrenzungen für Personengruppen möglich. „Gemeinsam mit dem Landessportbund wollen wir Freizeit- und Amateursport ermöglichen. Es ist aber wichtig, dass Sportlerinnen und Sportler sich an die Regeln halten. Oberstes Ziel bleibt es, Kontakte auf ein Mindestmaß zu beschränken, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, sagte Peter Beuth. Der Landessportbund habe zugesagt, dass die verbindlichen Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen in den Vereinen auch eingehalten würden. Das Corona-Kabinett hat ebenfalls beschlossen, dass Musik- und Kunstschulen wieder geöffnet werden können, die derzeit geschlossen sind. Auch hier müssen die Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden. Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn erklärte: „Wir wollen hier im Konzert der Bundesländer bleiben und haben dies auch im Einvernehmen mit den betroffenen Verbänden abgestimmt.“ Insgesamt wurden die aktuellen sowie neuen Regelungen zum Sport sowie den Kunst- und Musikschulen mit den Kommunalen Spitzenverbänden besprochen, so dass jetzt vor Ort die Möglichkeit besteht, die entsprechenden Sportanlagen und Musik- und Kunstschulen unter den Voraussetzungen der neuen Verordnung zu öffnen. Diese Verordnung gilt ab sofort.

Die Gemeinde Hasselroth plant für 2021 mit einem Haushaltsdefizit von rund 1,1 Millionen Euro. Das wurde am Abend bei der Gemeindevertretungssitzung bekannt. Allerdings kann das Defizit durch die Rücklagen aus den vergangenen Jahren vollständig gedeckelt werden. Anfang Dezember beschäftigt sich dann der Haupt- und Finanzausschuss mit dem Thema.

Der Unfallschwerpunkt am sog. Kauppenabstieg an der BAB 3 zwischen Weibersbrunn und Waldaschaff wird in Fahrtrichtung Frankfurt entschärft. Das bayerische Innenministerium hat der Bundestagsabgeordneten Andrea Lindholz mitgeteilt, dass in Fahrtrichtung Frankfurt die Geschwindigkeit probeweise auf 120 km/h bei Nässe begrenzt werden soll. Die Bundestagsabgeordnete hatte sich im Bund und Land für eine Geschwindigkeitsbegrenzung und weitere Entschärfung des Unfallschwerpunktes eingesetzt, da bereits getroffene Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg erzielt hatten. Dazu Andrea Lindholz (CSU): „Ich begrüße den Vorschlag und die Entscheidung der Autobahndirektion Nordbayern und des Bayerischen Innenministeriums sehr. Dies ist ein weiterer, logischer Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit am Kauppen. Die zuvor eingeleiteten Maßnahmen der Autobahnpolizei und der Autobahndirektion Nordbayern wie z.B. das Aufstellen von Hinweisen zur Schleudergefahr bei Nässe hatten leider nicht den gewünschten Erfolg. Aus vielen Gesprächen mit der Polizei und den zuständigen Feuerwehren weiß ich, wie hoch gerade bei Nässe die Unfallgefahr am Kauppenabstieg ist. Daher hatten sowohl Feuerwehr als auch Polizei zu Recht Entschärfung gefordert. Der hartnäckige Einsatz hat sich gelohnt. Ich hoffe, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung bei Nässe nun die gewünschte Wirkung zeigt und sich das Unfallgeschehen am Kauppen entspannt. Wir sollten dies in Zukunft genau beobachten und gegebenfalls nochmals nachfassen. Ich danke Herrn Staatsminister HerrmanAlle Beiträgen und den Verantwortlichen der Autobahndirektion Nordbayern für den Einsatz. Auch an der Thematik Verkehrslenkungsmaßnahmen bleibe ich dran.“ Hintergrund: Die Entscheidung zur Einführung der Geschwindigkeitsbeschränkung wird nun im bayerischen Innenministerium getroffen. Im Anschluss daran erfolgt eine entsprechende Anweisung zur Einführung. Bis die entsprechenden Schilder aufgestellt werden und die Beschränkung am Kauppen gilt, kann es jedoch noch einige Wochen dauern. Der Kauppenabstieg an der BAB 3 zwischen Weibersbrunn und Waldaschaff ist ein Unfallschwerpunkt. Autobahndirektion Nordbayern und die zuständige Autobahnpolizei sind daher im laufenden Austausch darum bemüht, das Unfallgeschehen am Kauppen zu verringern. Dazu wurden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen getroffen, um die Verkehrssicherheit zu steigern. Zuletzt wurden Hinweisschilder aufgestellt, die auf die Schleudergefahr bei Nässe hinweisen. Leider hatten die Maßnahmen aber nicht den gewünschten Erfolg.