Die Top-News am Nachmittag vom 04.07.2019

ASCHAFFENBURG/STOCKSTADT/HÖSBACH/HANAU/ALZENAU. Ein schwerer Auffahrunfall hat sich am Donnerstagvormittag auf der A3 ereignet. Ein Pkw-Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Gut eineinhalb Stunden lang war die Autobahn in Richtung Frankfurt komplett gesperrt. Kurz nach 10.30 Uhr hat sich der Verkehrsunfall auf der A3 in Richtung Frankfurt ereignet. Nach den derzeitigen Erkenntnissen zum Unfallhergang hatte der Fahrer eines VW mit Berliner Zulassung das Stauende nicht oder zu spät erkannt. Etwa 600 Meter vor der Anschlussstelle Kleinostheim kam es zu dem Auffahrunfall, wobei der Pkw unter den Sattelanhänger geriet. Der Pkw-Fahrer, dessen Personalien derzeit noch nicht zweifelsfrei geklärt sind, erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Er kam nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Der Mann am Steuer des Lastwagens blieb dem Sachstand nach unverletzt. Beide beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Gesamtschadenshöhe dürfte nach ersten vorsichtigen Schätzungen im fünfstelligen Bereich liegen. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach. Zur Klärung des exakten Unfallhergangs wurde auch ein Sachverständiger in die Ermittlungen mit eingebunden. Im Einsatz befanden sich zudem die Feuerwehren aus Aschaffenburg, Kleinostheim, Goldbach und Mainaschaff sowie die Autobahnmeisterei. Die A3 war in Richtung Frankfurt bis etwa 12.00 Uhr komplett gesperrt.

Ein schwerer Verkehrsunfall zweier Lastkraftwagen hat am Donnerstagmorgen auf der Autobahn 3 zu einer stundenlangen Vollsperrung geführt und von den nachfolgenden Autofahrern viel Geduld abverlangt. Gegen 8.50 Uhr war zwischen dem Autobahndreieck Seligenstadt und der Anschlussstelle Seligenstadt in Richtung Frankfurt ein Sattelzug aus Aschaffenburg auf einen vorausfahrenden Sattelzug mit polnischen Kennzeichen aufgefahren, der wegen eines Rückstaus anhalten musste. Der Aufprall war so heftig, dass von dem hinteren Fahrzeug das Führerhaus komplett abgerissen und auf die linke Spur geschleudert wurde. Zudem schob sich die Sattelzugmaschine unter den Auflieger des vorderen Brummis und hob diesen an. Nach ersten Feststellungen der Autobahnpolizei blieb der Tacho des mutmaßlichen Unfallverursachers bei 75 Stundenkilometern stehen, was für eine hohe Aufprallgeschwindigkeit sprechen dürfte. Hierzu laufen allerdings noch weitere Untersuchungen. Die mutmaßliche Unfallverursacherin, eine 45 Jahre alte Berufskraftfahrerin aus Aschaffenburg, wurde mit schweren Kopf- und Armverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des polnischen Sattelzuges wurde hingegen leicht verletzt und konnte nach einer Untersuchung das Krankenhaus wieder verlassen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens schätzt die Polizei auf rund 150.000 Euro. Für die aufwändige Bergung und Reinigung der Fahrbahn musste die Schnellstraße bis gegen 14.30 Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr aus Richtung Aschaffenburg wurde am Seligenstädter Dreieck zur Autobahn 45 in Richtung Gießen abgeleitet; dennoch kam es zu einem kilometerlangen Rückstau, der sich bis ins angrenzende Bayern hinzog. Da die Dauer der Vollsperrung zunächst nicht absehbar war, durften die Autofahrer, die bereits im Stau ausharren mussten, ihre Fahrzeuge wenden und unter Polizeibegleitung vorsichtig bis zur nächsten Anschlussstelle zurückfahren, wo sie dann ihre Fahrt fortsetzen konnten. Während sich einmal mehr zahlreiche Gaffer und Schaulustige auf einem Feldweg entlang der Autobahn einfanden, um die Rettungsarbeiten aus nächster Nähe verfolgen zu können, lobten die Autobahnpolizisten das umsichtige Verhalten der Ersthelfer. Polizeikommissarin Ramona Beil von der Langenselbolder Autobahnpolizei meinte hierzu: „Ich bin sehr positiv beeindruckt, wie vorbildlich sich die Menschen insbesondere um die schwer verletzte LKW-Fahrerin gekümmert haben. Weitere Helfer hatten zudem die ankommenden Autofahrer aufgefordert, eine Rettungsgasse zu bilden. Ein solches Verhalten wünschen wir uns als Polizei öfter.“

Am Montagabend ist es im Innenhof eines Mehrfamilienhauses zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gekommen. Dabei soll ein 39-Jähriger seinen Kontrahenten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Der Tatverdächtige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Als es zum verbalen Streit zwischen einer 31-Jährigen und dem Tatverdächtigten kam, soll ein anderer Bekannter der Frau dazwischen gegangen sein. Nach einem kurzen Wortgefecht soll der 39-Jährige den anderen Mann tätlich angegriffen und ihn in der Folge bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Erst nachdem mehrere Anwohner auf die Situation aufmerksam geworden waren, habe der Tatverdächtige von dem Geschädigten abgelassen. Er sei daraufhin mit seinem Pkw davongefahren. Ersthelfer kümmerten sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um den bewusstlosen Geschädigten, der langsam wieder zu sich kam. Er musste in der Folge in einem Krankenhaus behandelt werden. Dem Sachstand nach sind seine Verletzungen nicht lebensbedrohlich. Der Tatverdächtige wurde nach kurzer Fahndung durch die Aschaffenburger Polizei an seiner Wohnadresse vorläufig festgenommen. Bei seiner Durchsuchung entdeckten die Beamten eine kleine Menge Heroin. Darüber hinaus wurde bekannt, dass er nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Der 39-Jährige blieb bis zum Folgetag in Polizeigewahrsam, bevor er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Dienstagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde. Dieser ordnete die Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung an. Der Beschuldigte wurde nach der Eröffnung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Gegen ihn wird nicht nur wegen gefährlicher Körperverletzung, sondern auch wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Die noch andauernden Ermittlungen in dem Fall werden von der Polizeiinspektion Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt.

Nach dem Tod eines 57-Jährigen, der am Pfingstsonntag, 9. Juni 2019, gegen 20.20 Uhr, in einem Mehrfamilienhaus an der Limesstraße aufgefunden wurde (wir berichteten), wenden sich nun zur Klärung der Todesumstände die Hanauer Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei an die Bevölkerung und bitten um Hinweise. Die Obduktion des Leichnams ergab, dass der Mann eine erhebliche Verletzung im Bereich des Beckens erlitten hat. Nach dem Stand der Ermittlungen war der Verstorbene vor seinem Tod mit seiner 41-jährigen Lebensgefährtin in eine körperliche Auseinandersetzung geraten. Die Beckenverletzung ist jedoch wohl nicht auf diese Auseinandersetzung zurückzuführen, führte aber unter anderem zum Versterben des 57-Jährigen. Für die Verletzung könnte ein Verkehrsunfall oder ein ähnliches Geschehen ursächlich gewesen sein. Wer kann also Angaben zu der Herkunft der Verletzung und zu einem möglichen Vorfall, der vor dem Pfingstsonntagabend stattgefunden hat, machen? Die Kriminalpolizei ist für Hinweise unter der Rufnummer 06181 100-123 zu erreichen.

Der FC Bayern Alzenau hat den nächsten Neuzugang für die kommende Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest bekanntgegeben. Atsushi Kikutani hat jetzt einen Vertrag bei den kleinen Bayern unterschrieben. Der 22-jährige kommt von der TSG Pfeddersheim. Er soll Alzenau nach dem Aufstieg im offensiven Mittelfeld verstärken.