Die Top-News am Morgen vom 30.11.2020

HANAU/KREIS ASCHAFFENBURG/KLEINWALLSTADT. Unter Drogen soll er versucht haben, seinen Vater umzubringen. Deshalb steht ein 19-Jähriger ab heute vor dem Hanauer Landgericht. Im Juli 2020 sei er in der Wohnung in Freigericht mit einem Messer auf den schlafenden Vater losgegangen – dabei soll er unter erheblichem Drogeneinfluss gestanden haben. Der Vater erlitt Schnitt- und Stichwunden an Kopf und Hals, so die Staatsanwaltschaft, konnte sich aber wehren. Wenig später hätte der Angeklagte versucht, seinen Vater im Badezimmer mit einem größeren Messer zu töten. Danach wäre er geflohen. Aktuell befindet sich der junge Mann laut Anklage in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Im Hösbacher Kultur- und Sportpark kommt heute der Aschaffenburger Kreistag zusammen. Wichtige Themen sind an der Tagesordnung – der Haushalt, die Ortsumgehung Pflaumheim und ein möglicher Aufgabenträgerverbund für den ÖPNV. Das Loch im Haushalt des Kreises Aschaffenburg wird wohl größer, als zuvor angenommen – um 6,9 Millionen Euro werden die Ausgaben für 2021 höher sein, als die Einnahmen. Heute soll der Haushalt endgültig entschieden werden. Weiteres Thema ist ein besseres ÖPNV-Angebot im Kreis. Da soll ein Beschluss über die Gründung eines Aufgabenträgerbundes gefasst werden. Heißt: Der Kreis möchte mit den Städten Aschaffenburg und Alzenau sowie dem Kreis Miltenberg gemeinsam den Bus- und Bahnverkehr optimieren. Außerdem geht es um einen möglichen Baubeschluss für die Ortsumgehung Pflaumheim.

Im Kleinwallstädter Marktgemeinderat soll es am Abend um den Neubau einer Kinderkrippe gehen. Ein Architekt aus Leidersbach wird hier seinen Planungsentwurf vorstellen. Außerdem wird über den Bau der Südbrücke als Ortsumfahrung für Kleinwallstadt beraten. Die Grünen hatten die Rückübertragung des Projekts an den Freistaat Bayern beantragt.