Die Top-News am Morgen vom 30.07.2019

FRANKFURT/ASCHAFFENBURG/HANAU/WEIBERSBRUNN. Nachdem gestern am Frankfurter Hauptbahnhof ein 8-Jähriger Junge vor einen einfahrenden ICE gestoßen worden ist, ist das Motiv des mutmaßlichen Täters weiter unklar. Die Polizei konnte einen Verdächtigen festnehmen. Es handelt sich hierbei um einen 40-Jährigen Mann, der aus Eritrea stammen soll. Bisher hat sich der mutmaßliche Täter noch nicht zu der Tat geäußert. Heute soll er vor den Haftrichter kommen. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat noch gestern Abend angekündigt, wegen der Tötung des 8-Jährigen seinen Urlaub zu unterbrechen. Der Grund: „Angesichts mehrerer schwerwiegender Taten“ in jüngerer Zeit, wolle er die Chefs der Sicherheitsbehörden treffen, so Seehofer. Außerdem stelle er für die Aufklärung dem Land Hessen jede Unterstützung der Bundespolizei oder des Bundeskriminalamts zur Verfügung.

Weil er im März dieses Jahres mehrere Menschen in Aschaffenburg bedroht haben soll, muss sich ein 20-Jähriger heute vor dem Aschaffenburger Amtsgericht verantworten. Mitte März soll der Angeklagte zunächst einem Mann in der Cocktailbar „Domino“ eine Softairpistole an die Wange gehalten haben. Daraufhin sei er in die Sandgasse weitergezogen und forderte aggressiv Zigaretten von zwei Passanten. Da die Männer aber keine hatten, soll der 20-Jährige die Softairpistole auf die beiden gerichtet haben – anschließend nahm er den einen in den Schwitzkasten und hielt ihm die Pistole an die Schläfe. Noch in derselben Nacht habe er die Softairpistole erneut im „Burger-King“ gezogen und damit die rund 30 Gäste und die Angestellten bedroht. Laut Staatsanwaltschaft stand der 20-Jährige zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss von Alkohol und Kokain.

Eine kleinere Weltkriegsbombe ist gestern in Hanau gesprengt worden. Im Rahmen von Bauarbeiten ist die 10-Kilo-Bombe auf dem Gelände der früheren Pioneer-Kaserne gefunden – und erfolgreich entschärft worden. Deshalb musste die B8 kurze Zeit gesperrt werden – evakuiert werden musste aber niemand. Um 21 Uhr waren die Sprengungsmaßnahmen dann beendet.

In der nähe der Haseltalbrücke sind die gestern die Fäuste geflogen. Auf der A3 bei Weibersbrunn hatte sich ein Streit zwischen den Insassen zweier belgischer Fahrzeuge entwickelt. Ein Kleinbus war hier zu langsam auf die Autobahn aufgefahren – der von hintern kommende LKW musste daraufhin heftig bremsen und hupte. Daraufhin bremste der Kleinbus den Lastkraftwagen mehrmals aus. Als die Fahrzeuge zum stehen kamen, schlugen die Insassen des Kleinbusses auf den LKW-Fahrer ein – Dabei erlitt er schwere Prellungen und eine Platzwunde am Auge. Dann fiel er über die Leitplanke und stürzte einen rund 3 Meter langen Hang hinunter. Laut Polizei hatte der LKW-Fahrer Glück, dass er nicht näher am Brückengeländer stand – die Haseltalbrücke ist etwa 70 Meter hoch. Eine Staatsanwältin verfügte gegen die vier Kleinbus-Insassen je 500 Euro Strafe.