Aschaffenburger SPD will 30 Prozent bezahlbare Wohnungen in neuen Wohnanlagen

ASCHAFFENBURG. Auch in Aschaffenburg steigen die Mieten stark. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger können sich die Wohnungsmieten nicht mehr leisten. Um diesem Trend in Aschaffenburg entgegen zu wirken, haben die SPD-Stadträte Uwe Flaton, Martina Fehlner und Wolfgang Giegerich zusammen mit ihrer Fraktion beantragt, dass in Zukunft in den Bebauungsplänen 30 Prozent der neu entstehenden Wohnungen in städtebaulichen Verträgen als preisgebunden festgelegt werden. Dieses Vorgehen soll den dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum sichern. Die Stadt Aschaffenburg sowie viele Bürgerinnen und Bürger würden entlastet, Planungssicherheit für die Stadt wäre gewährleistet und es würden gleiche Voraussetzungen für die Investoren geschaffen. Die Höhe des aktuellen Mietspiegels in Aschaffenburg im Jahr 2020 beträgt 10,14 Euro im Monat an Kaltmiete. Dazu kommen durchschnittliche Nebenkosten von 2,10 Euro, was eine Warmmiete von 12.24 Euro je Quadratmeter und Monat ergibt (www.miete-aktuell.de ). Stark steigende Mietpreise sind nicht nur in Großstädten zu verzeichnen, sondern auch in Aschaffenburg. Stadtrat Uwe Flaton sagt: „Auch ein Busfahrer oder eine Krankenschwester muss die Mieten in Aschaffenburg bezahlen können.“

Konkret beantragen die drei Stadträte:

1.die Prüfung und Überarbeitung der Bebauungspläne mit dem Ziel, städtebauliche Verträge zu ermöglichen, die 30 % sozialen, d. h. preisgebundenen Wohnraum für neu entstehende Wohnanlagen verbindlich festlegen. Insbesondere ist dies erforderlich bei Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnflächen (zuletzt häufig im Bahnhof-Nord-Gebiet, z. B. Lange Straße/Bernhardstraße und in der Innenstadt),

2.in die Bebauungspläne rechtlich sichere Aussagen zum Vorkaufsrecht der Stadt aufzunehmen.

(Quelle: PM SPD AB)