Aschaffenburg: Alles zum Sechsfach-Streik mit Demo-Zug

ASCHAFFENBURG. Heute (Montag – 19.10.2020) finden flächendeckende Warnstreiks in ganz Bayern statt, um den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde zu erhöhen und vor dem voraussichtlich letzten und entscheidenden Verhandlungstermin am 22./ 23.10. die Arbeitgeber zu konstruktiven Verhandlungen zu zwingen.

Auch in Aschaffenburg beteiligen sich unterschiedliche Einrichtungen, Betriebe und Dienststellen mit Arbeitsniederlegungen. Die Streikenden werden sich ab 10:00 Uhr am Volksfestplatz treffen und im Demonstrationszug über Darmstädter Straße, Löherstraße, Luitpoldstraße, Friedrichstraße (um vor der Sparkasse, die den Beschäftigten Zulagen kürzen will, laut zu werden), Weißenburger Straße, Schlossplatz zum Theaterplatz ziehen, wo die Kundgebung stattfinden wird.

An diesem Tag sind bei uns in der Region zum Warnstreik aufgerufen:
– Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg einschl. Schleusen
– Stadtwerke Aschaffenburg, Bereich Entsorgung einschl. Wertstoffhöfe
– Tiefbauamt Aschaffenburg
– Garten- und Friedhofsamt Aschaffenburg
– Klinikum Aschaffenburg-Alzenau
– Stadtverwaltung Aschaffenburg (Innere Verwaltung)

„Wer einerseits die Beschäftigten lobe und sich für ihren Einsatz im Rahmen der Pandemie bedanke, müsste auch in den Tarifverhandlungen dazu stehen“, erklärt der Geschäftsführer Gerald Burkard von ver.di Würzburg-Aschaffenburg. „Die Beschäftigten haben bis jetzt nicht das Gefühl gehabt, dass die Arbeitgeber in den ersten Verhandlungsrunden ernsthaft an Lösungen interessiert waren. Sie haben vielmehr das Gefühl, sie sollen jetzt für die Folgekosten aufkommen.“

Wir fordern unverändert vom Bund und den Kommunen (VKA): Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich. Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikant*innen um 100 Euro monatlich. Laufzeit zwölf Monate. Tarifierung der Ausbildungsbedingungen der Studierenden in den bislang nicht tariflich geregelten praxisintegrierten dualen Studiengängen.

(Quelle: ver.di-Bezirk Würzburg/Aschaffenburg)